KF B5: Konstruktive therapeutische Haltung
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Voraussetzung: KF B2
KF B5 präzisiert eine förderliche therapeutische Haltung anhand folgender Dimensionen:



Spalte 1 – Inszenierung (Übertragungsangebot)
Hier trägt der Therapeut die Grundpolarität ein und wie der Patient diese in die therapeutische Beziehung einbringt (Übertragung). So kann sich z. B. Pol A („naives Weltvertrauen“) in der Therapie als naiv-angepasstes Verhalten äußern und Pol Z („generalisiertes Misstrauen“) als innerer Rückzug.

Spalte 2 – Gegenübertragung
Zu allen vier notierten Elementen aus Spalte 1 beschreibt der Therapeut seine Reaktion darauf, z. B. Ärger, Belehrung, Überaktivität durch Druck etc. (= Gegenübertragung).

Spalte 3 – Arbeitsbeziehung (Differenzierende Dekonstruktion)
Die Arbeitsbeziehung ist im Wesentlichen durch die differenzierenden Dekonstruktion geprägt, d. h. dem Erkennen des Patienten, dass es einen Unterschied zwischen dem Ausgangszustand A bzw. Z und dem Zielzustand A’ bzw. Z’ gibt. KÖDOPS bringt dies in die Form eines dreigliedrigen Ausdrucks im oberen und unteren Bereich der Spalte, z. B. für A und A’ „Vertrauen ist ungleich naiv sein“ und für Z und Z’  „Misstrauen ist ungleich Wachsamkeit“. Daraus kann der Therapeut dann in der Mitte der Spalte seine therapeutische Handlung im engeren Sinne ableiten. Sie wird als Weder-Noch-Formulierung notiert, etwa „weder belehren noch sich drängen lassen“.

Spalte 4 – Outcome (Relativierende Dekonstruktion/Transformation)
Die vierte Spalte beinhaltet einmal die transformierte Grundpolarität A’ und Z’ als Zielzustände (aus KF B2 Konfliktbogen). Um sie zu erreichen, ist vorher eine relativierende Dekonstruktion als Zwischenstufe nötig. Dabei erkennt der Patient, dass Pol A’ Teile von  Z’ beinhaltet. Ausgedrückt wird dies in der Mitte der Spalte als A’ impliziert Z’. Beispiel: „Weltvertrauen, das nicht naiv ist impliziert Vorbereitung auf eine ‚gefährliche’ Welt/Restunsicherheit“.

 

 


Ködops- B5

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