KF C2.1:  Wunsch-/Abwehr-Dynamik – konflikthafte Triebwünsch
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KF C2.1 wird vor allem für die Ätiologie Übersozialisation verwendet, kann aber auch bei Untersozialisation sinnvoll sein. Die Visualisierung der Wunsch-/Abwehr-Dynamik ist wie  schon KF C3.3 Traumadynamik ein spezieller Fall des allgemeinen Formats KF B4 Konfliktparallelogramm.



Der Therapeut bestimmt zunächst, ob die Wünsche des Patienten progressiv oder regressiv sind, d. h. auf die Weiterentwicklung der Persönlichkeit gerichtet oder einem früheren Entwicklungsniveau zugewandt. Außerdem muss der Therapeut entscheiden, welche von zwei konfligierenden Tendenzen den Wunsch und welche die Abwehr darstellt. Dazu ein Beispiel aus dem Beziehungsmuster eines Patienten: Der (regressive) Wunsch nach Symbiose wird mittels Kontrolle durch Zurückweisung abgewehrt. Umgekehrt kann ein (progressiver) Wunsch nach Kontrolle in der Beziehung durch Regressionstendenzen abgewehrt werden. Welche Konstellation angemessen ist, sollte der Therapeut im Einzelfall sorgfältig abwägen. Wenn die Pole richtig gewählt wurden, lassen sich alle wichtigen Symptome sinnvoll in der Diagonale eintragen und können auch von unabhängigen Beurteilern rekonstruiert werden.

 

 

Ködops - C2.1

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