Die präventive TKS-Komponente bezieht sich darauf, wie aus der subjektiven Sicht des Patienten künftig eine Traumawiederholung verhindert werden kann.



Es geht also um seine persönlichen Vorsorgemethoden, und zwar auf folgenden Ebenen:

  • Kognitiv 1 (bewusst): z. B. Vorsatz, misstrauischer zu sein
  • Kognitiv 2 (eher unbewusst): z. B. Wunsch nach magischen Beschützern
  • Emotional: z. B. Ängste angesichts traumabezogener Reize
  • Körperlich: z. B. Schutz- und Schonhaltungen
  • Verhalten: z. B. Vermeidungsverhalten
  • Physiologisch: z. B. erhöhte Schreckbereitschaft i. S. gesteigerter Aufmerksamkeit

Abschließend werden diese Vorsorgestrategien des Patienten in dessen Worten kurz und prägnant zusammengefasst.

 

 

Dieses Format befasst sich damit, wie aus der Perspektive des Patienten sein Trauma geheilt werden kann, d. h. Ansätze zur Selbsttherapie.



Dabei erfasst der Therapeut ähnliche Ebenen wie im vorangegangenen Format:

  • Kognitiv 1 (bewusst): z. B. Umzugs-, Urlaubs- und Therapieabsichten
  • Kognitiv 2 (eher unbewusst): z. B. Erlösungsphantasien
  • Körperlich: z. B. gezielte Entspannung
  • Verhalten: z. B. Suchtmittelkonsum als Selbstmedikation, Ablenkung

Zum Schluss fasst der Therapeut die Selbstheilungsversuche des Patienten kurz zusammen.


KF C3.4d: Reparative Komponente des TKS
KF C3.4c: Präventive Komponente des TKS
KF C3.4b: Ätiologische Komponente des TKS
KF C3.4a: Habitueller und aktueller Kontrollstil
KF C3.4: Traumakompensatorisches Schema (TKS)
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KÖDOPS erfasst  alle vier Aspekte des TKS, wobei jeweils wieder eine Zusammenfassung als Kurz-bearbeitung zur Verfügung steht.



Bei diesem Format steht die Frage, wie der Patient ein traumatisches Ereignis bewältigt, im Mittelpunkt.



Erfasst werden diese Kontrollmittel in fünf Kategorien:

  • Überdauernde Persönlichkeit (z. B. klinisch unauffällig, depressiv, Borderline)
  • Horizontale Kontrollmechanismen (z. B. Änderung des Raum-, Zeit- oder Körperer-lebens)
  • Vertikale Kontrollmechanismen (z. B. Verdrängen durch Verleugnen oder Ablenkung)
  • Verlaufstyp (Suchttyp, Dissoziationstyp, Workaholic etc.)
  • Coping (z. B. instrumentell oder expressiv)

Aus einem Drop-down-Menü können zu jedem Punkt voreingestellte Antworten ausgewählt und durch eigene Stichpunkte ergänzt werden.



Der Therapeut beschreibt zunächst kurz, wodurch das traumatische Ereignis aus Sicht des Patienten verursacht wurde.



Anschließend schätzt er Kontrollüberzeugung und Verarbeitungsmuster des Patienten ein. Hierbei wird unterschieden zwischen:


   Kontrollüberzeugung

   Internal

   Gefühl und Erwartung, durch eigenes Handeln Dinge    beeinflussen zu können

   External

   Gefühl und Erwartung, das Schicksal oder andere    Menschen kontrollieren Ereignisse

   Verhaltensmuster

   Intropunitiv

   Selbstanklage/Selbstzuschreibung

   Extrapunitiv

   Fremdanklage/Fremdzuschreibung

Abschließend fasst der Therapeut die Ursachenüberlegungen des Patienten möglichst in dessen eigenen Worten und/oder Metaphern zusammen (z. B. „Ich war zu naiv.“).

 

Ködops - C3.4

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